Tolle Kerb 2014 in Sossenheim

003Pressemitteilung:

Sonnige Sossenheimer Kerb.

Nach einer längeren und teilweise spektakulären Vorbereitungszeit wurden die Organisatoren der Sossenheimer Kerb richtig gut belohnt. Allen voran ein sichtlich erleichterter Jochen Lüdicke, „ich bin vollauf zufrieden“. Er und seine Vorstandkollegen und -kolleginnen des Vereinsrings Sossenheim, die beteiligten Sossenheimer Vereine und auch die Kerbeburschen hatten tolle Arbeit geleistet. Und auch die Sponsoren trugen mit ihrem Engagement zum Gelingen bei. Das Wetter war ebenfalls bestens und so kamen zahlreiche Besucher zu einer „echt gelungenen Kerb“. Aber der Reihe nach.

Am Samstagmorgen fuhren die Kerbeburschen mit einem Büssing-Gelenkbus Baujahr 1969 in den Taunus. Auf der Billtalhöhe bei Königstein wurde ein Baum ausgesucht und von einem Forstarbeiter gefällt. Allerdings geschah das Missgeschick, dass der Baum sich zunächst mit seiner Krone verfing und dann beim Aufprall auf dem Waldweg die Krone abbrach. Auch der zweite Baum brach und erst die dritte Fichte, 32 Meter hoch und ca. 2,5 Tonnen schwer, war als Kerbebaum geeignet. Sie wurde gefällt und per Hand mühsam auf einen „Nachläufer“ gehoben und genau so mühsam aus dem Wald gezogen. Der Traktor konnte erst die letzten Meter helfen. Mit einem überlangen Schwertransporter brachte man die Fichte zum Parkplatz am „Faulbrunnen“, wo zahlreiche Sossenheimer schon gespannt warteten. Geschmückt zum „Kerbebaum“ wurde die Fichte mit Hilfe eines Autokrans aufgestellt. Mit einer Drehleiter der Berufsfeuerwehr wurde die Kerbebob „Carmen“ am Baum festgemacht. Die Zuschauer wurden mit Apfelwein und Hackfleisch-/Lauchsuppe versorgt.

Währenddessen war das Festzelt aufgebaut. Mit einem „Apfelweinfaß-Anstich“ eröffneten Jochen Lüdicke, Michael Schneider von den Kerbeburschen und Schirmherr, Stadtkämmerer Uwe Becker, um 19.11 Uhr offiziell die Sossenheimer Kerb. Uwe Becker lobte die tolle Organisation der Kerb und auch die der Kerbeburschen, „ich komme immer wieder gerne zu solchen Festen in den Stadtteilen“.

Danach wurde es zunehmend eng im Festzelt, denn gut 480 Gäste und Fans strömten ins Zelt. Sie kamen zum Konzert der weit über Sossenheim hinaus bekannten Kultband „Die Quietschboys“. Das Konzert begeisterte Fans und Gäste, das gegen Mitternacht endete. „Mir müsse leider uffhörn, ihr wisst ja, in Frankfurt dörfe mer net länger spiele“, so Käffi.

Der „Kerbesonntag“ begann um 9.30 Uhr mit einem Gottesdienst zum Kirchweihfest in der katholischen Kirchengemeinde St. Michael mit Zelebrant Pfarrer Martin Sauer. Nach der Einleitung durch Pastoralassistentin Marina Thebbe folgten die Predigt von Pastoralreferent Michael Ickstadt sowie eine Lesung von Sven van Eyck von der evangelischen Regenbogengemeinde. Teilgenommen haben auch die Kerbeburschen mit ihrer neuen Fahne sowie Vertreter und Fahnenträger der Vereine. Mitwirkende waren der Frauenchor der Chorgemeinschaft Sossenheim, an der Orgel Birgitta Seufert-Diener. Anschließend ging es mit einem Festzug, begleitet von Blasmusik und Fahnenträgern zum Festzelt an der Kurmainzer Straße.

Ab 11 Uhr spielten im Festzelt „Die Bibergauer“ zum Kerbefrühschoppen auf. Mit Blasmusik, Oldies und aktuellen Schlagern unterhielten sie die Besucher der Kerb. „Jung und Alt“ hatten die Auswahl zwischen Bratwurst, Grillsteaks, Fischbrötchen und Kartoffelpuffern, Pommes frites, Suppen und einigem mehr. Im Angebot natürlich auch Kaffee und Kuchen. Oder sie nutzten das angrenzende Angebot der Schausteller mit Buden und Fahrgeschäften. Hier hatten insbesondere die zahlreichen Kinder ihre Freude. Am Nachmittag lachte dann auch die Sonne vom Himmel. Als es um 18 Uhr langsam dunkel wurde, endete ein schöner Kerbetag.

Letztlich waren auch die Schausteller mit dem Verlauf der Kerb sehr zufrieden und, so bestätigt Jochen Lüdicke, „sie wollen im nächsten Jahr gerne wiederkommen“. Am Montag wurde im „Riwweler“ und im „Taunus“ die Kerb von den „Alt-Kerbeburschen“, den Organisatoren, Helfern und Freunden nachgefeiert.

Die Kerbeburschen begraben die Kerb am Samstag, 11. Oktober, mit einem kleinen Fackelzug zur „Halle Heeb“. Um 18.30 Uhr am Parkplatz nahe des Faulbrunnen beginnt der Marsch und traditionell die Verbrennung der Kerbebob „Carmen“.

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